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Katastrophenschutz

Der DRK Kaiserslautern-Land e. V. hat es sich gemäß seiner Satzung zur Aufgabe gemacht, die Bürgerinnen und Bürger des Landkreis Kaiserslautern vor Schäden zu bewahren und bei Großschadenereignissen schnellstmöglich Hilfe anzubieten. Deshalb stellt der DRK Kreisverband Kaiserslautern-Land e. V. die SEG-S.



Der Rettungsdienst ist in erster Linie für Individualnotfälle ausgerüstet, bei größeren Schadensereignissen kommt dieses System schnell an die Grenzen. 
Um die dann auftretenden Versorgungslücken zu schließen, wird der Katastrophenschutz alarmiert.

Bis in die frühen 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Einheiten im Katastrophenschutz als Züge mit einer Mannschaftsstäke von bis zu 50 Helfern organisiert. Nach den tiefgreifenden Veränderungen in Deutschland in den Jahren 1989/1990 (Fall der Berliner Mauer, Wiedervereinigung) waren diese großen Katastrophenschutzeinrichtungen zu schwerfällig und träge um bei einem zivilen Schadensereignis den Rettungsdienst schnell und effizient unterstützen zu können. 

Aus diesem Grund haben die Gremien des DRK die Einheiten umstrukturiert. 
Die großen Züge des Zivilschutzes aus dem Kalten Krieg wurden in einzelne Module aufgespalten; die einzeln alarmiert und als Schnelleinsatzgruppe (SEG) eingesetzt werden können. 



Die einzelnen Module erfüllen folgende Eigenschaften:



  • sie sind in Gruppenstärke aufgebaut

  • sie sind mit Hilfe von Funkmeldeempfängern oder ähnlichem alarmierbar 

  • sie sind in 10-20 Minuten einsatzbereit

  • es werden eigens dafür Fahrzeuge bereitgestellt, die bereits mit der Ausrüstung beladen sind.

  • sie sind der Leitstelle bekannt und sie sind in der Alarmordnung berücksichtigt
  • sie sind in der Lage, den Rettungsdienst oder die Feuerwehren zu unterstützen



Das DRK im Landkreis Kaiserslautern stellt folgende Gruppen für den Katastrophenschutz zur Verfügung:



  • Sanität zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei größeren Unfällen oder sonstigen Lagen (ist vom Landkreis Kaiserslautern als Katastrophenschutzeinheit SEG-S benannt)

.
  • Betreuung, stellt für unverletzte Betroffene eines Schadensereignisses Unterkünfte und Versorgungsgüter bereit

  • Verpflegungsdienst (stellt für Betroffene und Helfer die Verpflegung bereit)
  • Gruppe Kommunikation (IuK), stellt die Funkverbindungen zwischen den Gruppen her

  • Technik und Sicherheit (TeSi), betreibt Stromaggregate, sichert Einsatzstellen ab.


Die Ehrenamtlichen der Bereitschaften unterstützen die mobilen Blutspendezentren des DRKs und retten durch die Ausbildung von Ersthelfern jedes Jahr Menschenleben. Sie stellen den Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen, versorgen Verletzte nach einem Verkehrsunfall und sorgen für die psychologische Betreuung von Betroffenen. Fehlt es an Notunterkünften oder müssen Mahlzeiten zubereitet werden, sind die Bereitschaften zur Stelle.

Bei der Suche von Verschütteten kommen die feinen Spürnasen der Rettungshunde zum Einsatz. Um die Suche vermisster Angehöriger nach Kriegen oder Katastrophen kümmern sich die Helfer der Bereitschaften im Suchdienst. 

Sanitätsdienst - schnelle Hilfe bei Veranstaltungen

Ob Rockkonzert, Fußballspiel, Karnevalsumzug oder Straßenfest – wo viele Menschen zusammenkommen, gibt es viele kleine und größere Notfälle. Hier leistet der Sanitätsdienst des Deutschen Roten Kreuzes ebenso schnelle Hilfe wie im Katastrophenfall. Der Sanitätsdienst ist auch zur Stelle, wenn Menschen verschüttet wurden: mit den Rettungshunden.


Auf alles vorbereitet

Betreuungsdienst bei der Erstversorgung
Foto: D. Winter / DRK

Der DRK-Betreuungsdienst ist auf die unterschiedlichsten Notsituationen vorbereitet. Auf lokaler Ebene können die freiwilligen Helfer in kürzester Zeit bis zu 500 Menschen mit Essen und Trinken versorgen, Notunterkünfte und Kleidung zur Verfügung stellen. Für die psycho-soziale Betreuung der Betroffenen sind die Ehrenamtlichen ebenfalls geschult. Der Vorteil: In Großschadensfällen können sie auf das professionelle Netzwerk des Deutschen Roten Kreuzes zurückgreifen und Hilfe aus dem ganzen Bundesgebiet bekommen.

Orkan-Einsatz des Betreuungsdienstes

Foto: Essensausgabe. Ein Mann mit Schürze rührt in einem riesigen Topf.
Foto: A. Zelck / DRK

Am 18. Januar 2007 fegt der Orkan Kyrill mit einer Geschwindigkeit von bis zu 225 km/h über Europa. Auch in Deutschland ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt, Bäume werden umgeknickt, die Bahn stellt teilweise ihren Betrieb ein. Mitten drin: Die Helfer des DRK-Betreuungsdienstes.

Beispiel Gelsenkirchen: Als der Sturm mit voller Wucht ausbricht, kann ein ICE von Gelsenkirchen aus nicht weiterfahren. Rund 250 Menschen, darunter Kinder, Behinderte und alte Menschen, sitzen in dem Zug fest, ohne Aussicht auf eine baldige Weiterfahrt. "Wir haben uns deshalb entschlossen, für die Menschen eine Notunterkunft in einer Schule zu errichten", erzählt Mike Sternkopf, Kreisrotkreuzleiter in Gelsenkirchen. Dort werden die Menschen mit Essen und Getränken versorgt und können am nächsten Tag ihre Reise fortsetzen.

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